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Soziales Lernen

Das gehört seit dem Schuljahr 2004/2005 zu unserem regelmäßigen Angebot. Wir führen das jedes Jahr mit 5 - 6 Klassen durch. Es gibt eine Absprache mit den jeweiligen Klassenlehrern und -lehrerinnen für das ganze Schuljahr.

Unser Konzept

Herr Besser vor der Schulstation "Bäkerei"
  • Blockstunde, 14-tägig für das ganze Schuljahr
  • Teilung der Klasse
  • Vor- und Nachbereitung und Durchführung der Stunden machen wir gemeinsam  (Herr Besser + Frau Morbach)
  • Zusätzlich Einzelgespräche mit den Kindern bei Bedarf
  • Teilnahme an einem Elternabend pro Klasse

Wir führen diese Stunden meistens im Raum der Schulstation „Bäkerei“ durch. Wir möchten Ihnen hier einige Beispiele unserer Arbeit vorstellen.

Ziele beim Sozialen Lernen

Gruppenübung auf dem Schulhof

Die Kinder erhalten mehrere Gegenstände - kleine, große, leichte, schwere. Sie müssen sich mit diesen Gegenständen einen Weg von Punkt A nach Punkt B bauen (Entfernung etwa 20 Meter). Dabei dürfen sie sich nur auf diesen Gegenständen bewegen und den Boden nicht berühren. Wenn jemand doch den Boden berührt, muss er zurück an das Ende der Gruppe. Das Ziel der Gruppe ist nur dann erreicht, wenn alle Kinder beim Zielpunkt angekommen sind. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Gegenstände nur ausreichen, um etwa eine Strecke von 5 Metern zu überbrücken. Die Kinder müssen also die Gegensände von hinten immer wieder nach vorn weitergeben, damit der Weg fortgesetzt werden kann. Um das Ganze zu erschweren, kann man auch ein bis zwei Kindern die Augen verbinden. Die anderen Kinder müssen sie dann führen und festhalten.

Übung auf dem Schulhof

Worum geht es uns bei dieser Übung?

  • gute Zusammenarbeit
  • Berührungsängste abbauen
  • Hilfe annehmen
  • vorsichtiger Umgang miteinander (keine Gegenstände werfen)
  • aufeinander Rücksicht nehmen
  • ein Problem erkennen und gemeinsam nach einer Lösung suchen (z.B. nicht nur nach vorn orientieren, um weiter zu kommen, sondern auch zurück schauen, um zu sehen, ob nicht zu große Lücken entstehen)

Gruppenübung mit Softpuzzleteilen

Gruppenarbeit mit Puzzleteilen 2Wir losen die Gruppen aus. Für die dann folgende Gruppenarbeit haben wir 2 Möglichkeiten:

a) Die Kinder erhalten 2 Fotos von einem Objekt, dass sie genau so nachbauen müssen.

b) Die Kinder erhalten eine bestimmte Anzahl an Puzzleteilen und dürfen sich selbst überlegen was sie in einer vorgegebenen Zeit daraus bauen wollen.

Worum geht es uns bei diesen Übungen?

  • Zusammenarbeit auf mehr Kinder erweitern (nicht nur mit den Freunden)
  • Unterschiede zwischen gemeinsamen Entscheidungen oder Mehrheitsentscheidungen oder "einer ist der Bestimmer" aufzeigen
  • den Kindern die aus diesen Entscheidungen entstehenden Gefühle deutlich machen
  • mit den Kindern Verhaltensweisen erarbeiten, die zu guten Entscheidungen führen

Gruppenübungen mit Schwungtuch

Bis zu 12 Kinder können an einem Griff das Schwungtuch greifen und damit verschiedene Übungen machen. Wir wechseln die Übungen nach etwa 5 Minuten. Bei manchen Übungen gibt es viel Bewegung, andere sind ruhiger, manchmal brauchen wir zusätzlich noch kleine Bälle oder einen Wasserball.

Fallschirmübung 2

Worum geht es uns bei diesen Übungen?

  • Freude an Bewegung erzeugen
  • deutlich machen, dass es auch hier Regeln gibt, die eingehalten werden müssen (z.B. damit sich niemand verletzt)
  • gemeinsame Erfolgserlebnisse schaffen
  • niemanden ausgrenzen oder beschuldigen, wenn eine Übung nicht sofort funktioniert

Balljonglage

Hier sehen Sie Zeichnungen von Kindern aus der ersten und zweiten Klasse zu dieser Übung.Balljonglage

Wie funktioniert das Spiel?

Alle stehen in einem Kreis. Einer von uns beiden hat in einem Beutel 5 Koosh-Bälle (mit denen funktioniert die Übung mit Abstand am besten). In der ersten Runde wird nur 1 Ball benutzt. Vor dem Werfen wird der Name der Person genannt, zu der geworfen wird. Wenn diese Person den Werfer anschaut, kann geworfen werden. Der Werfer darf nicht zu den beiden Personen rechts und nicht zu den beiden Nachbarn links werfen. Jede Person darf den Ball in der ersten Runde nur einmal bekommen. In der zweiten Runde wird auch nur mit einem Ball gespielt. Den Teilnehmern wird nun gesagt, dass die Reihenfolge der ersten Runde für jetzt und alle weiteren Runden gilt. Ab der dritten Runde kommt jeweils 1 Ball hinzu - allerdings nur wenn es zuvor gut geklappt hat. Im besten Fall sind am Ende 5 Bälle gleichzeitig im Kreis unterwegs. Diese übung löst bei den Kindern immer große Freude über jeden weiteren Ball aus, weil sie es toll finden und stolz sind, das zu schaffen!

Worum geht es uns bei diesen Übungen?

  • Konzentration verbessern
  • deutlich machen, dass es auch hier Regeln gibt, die eingehalten werden müssen (z.B. damit sich niemand verletzt)
  • gemeinsame Erfolgserlebnisse schaffen
  • niemanden ausgrenzen oder beschuldigen, wenn eine Übung nicht sofort funktioniert

Baumfäller-Übung

BaumfällerübungHierzu haben die Kinder ebenfalls Bilder gemalt. Diese Übung erfordert viel Vertrauen der Kinder untereinander. Deshalb sollte man sie erst machen, wenn man die Gruppe schon gut kennt und einschätzen kann, ob sie vernünftig miteinander umgehen werden. Es werden 3 "Baumfäller" ausgelost (denn meistens möchten ganz viele Kinder Baumfäller sein). Alle anderen Kinder sind "Bäume". Die "Bäume" stellen sich irgendwo im Raum hin. Ihnen werden die Augen verbunden. Sie sollen an ihrem Platz stehen bleiben und sich nicht bewegen, damit es zu keinen Unfällen oder Verletzungen kommt. Die 3 "Baumfäller" werden nun einen "Baum" nach dem anderen "fällen" - das bedeutet, sie kippen ihn vorsichtig nach hinten. Hinter dem umkippenden "Baum" steht selbstverständlich ein "Baumfäller", der ihn festhält und mit einem speziellen Griff trägt. Die beiden weiteren "Baumfäller" stehen seitlich neben dem "Baum" und tragen ihn mit. Die "Bäume" dürfen immer nur zu dritt getragen werden!!! Wohin werden sie getragen? Wir haben zwei große Decken, die wir als Lager für die Bäume in eine Ecke des Raumes gelegt haben. Dort werden alle Bäume vorsichtig nebeneinander abgelegt.

Worum geht es uns bei diesen Übungen?

  • Vertrauen vergrößern
  • mutiger werden
  • auf Neues einlassen
  • deutlich machen, dass gute Zusammenarbeit nötig ist, damit sich niemand verletzt
  • gemeinsame Erfolgserlebnisse schaffen
  • Tricks für das Tragen lernen

    Worauf achten wir noch bei der Auswertung mit den Kindern?

    • Wir betonen die unbedingt notwendige Zusammenarbeit der 3 "Baumfäller".
    • Wir fragen die Kinder, wann sie bei Kraftübungen mehr Kraft haben - am Anfang oder am Ende. Das macht ihnen deutlich, dass es günstiger ist, am Anfang die schweren Kinder zu transportieren bzw. diejenigen, die weit weg von den Decken stehen.
    • Es empfiehlt sich Zeit für mehrere Runden zu haben, da viele Kinder gern "Baumfäller" sein möchten.

Gefühle erkennen und äußern lernen

DinokartenübungWir legen die Dinosaurier in die Mitte eines Sitzkreises und bitten die Kinder zu überlegen, wie sich die einzelnen Dinosaurier wahrscheinlich fühlen. Wir verdeutlichen den Kindern, dass sie das am Gesichtsausdruck, an der Gestik und der Körperbewegung erkennen können. Anschließend fragen wir sie, ob sie auch schon solch ein Gefühl hatten wie der Dinosaurier. Meistens melden sich viele Kinder, um über eigene Situationen zu erzählen.

Worum geht es uns bei diesen Übungen?

  • Die Kinder sollen lernen, wie die unterschiedlichen Gefühle heißen (nämlich nicht gut und schlecht oder blöd).
  • Sie sollen lernen, ihre eigenen Gefühle besser wahrzunehmen...
  • ... und auch die Gefühle anderer Menschen besser wahrzunehmen.
  • Das steigert das Vertrauen in der Klasse, weil sie lernen sich über ihre Gefühle wertfrei zu unterhalten.

Vertrauensübungen

1. Variante: Die Kinder bilden Paare. Sie stehen hintereinander. Das vordere Kind soll möglichst gerade und steif stehen. Das hintere Kind steht in Schrittstellung dahinter, seine Hände dicht am Rücken des anderen Kindes. Auf Kommando des hinteren Kindes soll sich das vordere nach hinten kippen lassen und dabei seine Körperspannung halten. Das hintere Kind "fängt" sozusagen das vordere auf. Nach 2 Minuten werden die Plätze getauscht.

Vertrauensübung2. Variante: Die Übung wird zu dritt durchgeführt. Diesmal steht ein Kind in der Mitte. Es verschränkt die Arme vor der Brust (um Verletzungen zu vermeiden). Auf Kommando des hinteren Kindes "schaukelt" das mittleren Kind nach hinten und nach vorn und wird jeweils abgefangen und zur Mitte zurückgeführt.

3. Variante: Alle (nicht mehr als 10) bilden einen ganz engen Kreis. Ein Kind geht in die Mitte. Es verschränkt wieder die Arme vor der Brust. Nun schaukelt es im Kreis hin und her. Es ist darauf zu achten, dass immer mehrere Kinder gleichzeitig den Schaukelnden auffangen und vorsichtig wieder zur Mitte schieben.

Diese Übungen sollte man erst durchführen, wenn man die Gruppe schon gut kennt und einschätzen kann, ob die nötige Vorsicht im Umgang miteinander vorhanden ist.

Worum geht es uns bei diesen Übungen?

  • Vertrauen fördern
  • mutiger werden

Labyrinth-Spiel

Labyrinth-Spiel

Wer gern wissen möchte, wie dieses Spiel funktioniert und welche Ziele wir damit verfolgen . . .,

. . . der ist herzlich willkommen uns mal zu besuchen.

Dann erklären wir auch, was man für dieses Spiel noch benötigt und wie man es selbst bauen kann.

Na dann, bis bald.

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