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Helga-Moericke-Preis: Staatssekretär Rackles übergibt Urkunde

Schulleiterin Simone Schützmann nimmt die Urkunde entgegen Das Kooperationsprogramm „Soziales Lernen und Klassenrat für alle“ an der Konrad-Agahd-Schule in Neukölln hat den diesjährigen Helga-Moericke-Preis gewonnen. Bei der Schulversammlung am 30.11. übergaben Mark Rackles, Staatssekretär bei der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft und Dr. Christa Schäfer, Vorstandsmitglied des Landesverbands der DeGeDe, die Urkunde stellvertretend für das ganze Kooperationsteam an die Schulleiterin Simone Schützmann.

01.12.2017 von Barbara Brecht-Hadraschek

Der Helga-Moericke-Preis würdigt die beispielhafte Umsetzung des sozialen Lernens im schulischen Alltag und ist mit einem Preisgeld in Höhe von 1 500 EUR verbunden.

Die Schule, der Bereich Ergänzende Förderung und Betreuung (EFöB) und die Schulstation „Sonnenstrahl“ der tandem BQG haben seit 2013 gemeinsam ein schulweites Soziales Lernen-Konzept entwickelt: Die Klassenstufen 1-3 lernen wöchentlich in einer „Soziales Lernen“-Stunde im Klassenverband, die Klassen 4-6 treffen sich wöchentlich in einer Klassenrat-Stunde. Diese Stunden werden durch das Team „Soziales Lernen“ geplant, durchgeführt und ausgewertet. Im Team sind drei Erzieherinnen, zwei Schulstationsmitarbeiter*innen sowie einer Lehrerin.

Nach der Übergabe der Urkunden des Helga-Moericke-Preises„Besonders überzeugt hat uns an dieser Schule, dass das Soziale Lernen wirklich in allen Klassen und Klassenstufen gelebt wird - und auch, dass die Lehrer*innen an der Schule stark einbezogen sind in das Konzept. Soziales Lernen wird hier von allen praktiziert,“ sagt Helga Neumann, eines der Jurymitglieder für den Helga-Moericke-Preis.

Ziele und Themenschwerpunkte

In den „Soziales Lernen“-Stunden und dem Klassenrat geht es für die Kinder darum, sich kennen zu lernen, ihr Selbstwertgefühl zu steigern, Fremd- und Selbstwahrnehmung zu entwickeln, Regeln einzuhalten, Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit zu erweitern und zu entwickeln. Rituale stärken außerdem den Klassenverband. . „Die Stunden sind mittlerweile ein zuverlässiges Angebot für die Kinder, das einen Vertrauensraum geschaffen hat, um Wünsche, Vorlieben, aber auch Unangenehmes anzusprechen. Im Klassenrat lernen die Kinder außerdem, Verantwortung zu übernehmen, sie können eigenständig Themen einbringen sowie demokratische Strukturen erleben,“ erklärt Kerstin Brade, Leiterin der Schulstation, die das Projekt beim Helga-Moericke-Wettbewerb eingereicht hatte.

Das Besondere an dem Kooperationsprogramm:

Die Schule hat zum einen ein Multiplikator*innen-Team aufgestellt, das die Methode des Sozialen Lernens schrittweise an alle Kinder und Klassenlehrer*innen der Schule weitergibt. Aufgrund der engen Kooperation der Erzieherinnen und Schulstationsmitarbeiter*innen und den regelmäßigen Rückmeldungen aus dem Lehrerkollegium kann zum anderen auf verschiedene schwierige Klassensituationen reagiert werden. Das hat schon vielfach Konflikte in Klassen entschärft. „Insgesamt beobachte ich einen Rückgang von körperlichen Auseinandersetzungen in den Pausen. Die Kinder lernen mit dem Programm schrittweise, Konflikte gewaltfrei auszutragen,“ sagt Kerstin Brade über den Erfolg des Programms.

Schulversammlung und Preisverleihung

Auf der Schulversammlung konnten die Besucher*innen live erleben, wie soziales Lernen, demokratische Teilhabe und ein guter Umgang miteinander funktioniert. Die Schulsprecher Mustafa Ilyas und Laurin führten zusammen mit der Schulleiterin durch das Programm. Verschiedene Klassen trugen Gedichte, Lieder und einen Rap vor, und nach der Urkundenübergabe wurden auch noch drei Schüler*innen des Monats gekürt. Diese werden monatlich von den Klassen gewählt. Wichtige Kriterien für die Schüler*innen: Hilfsbereitschaft  „nett sein“ und „lernt gerne“.  Simone Schützmann kündigte am Ende an, dass alle Schüler*innen und das Schülerparlament überlegen und dann gemeinsam entscheiden sollen, was mit dem Preisgeld von 1.500 Euro geschehen soll.

Links:

Mehr Infos über den Helga-Moericke-Preis

Website der Konrad-Agahd-Schule

Infos zur Schulsozialstation „Sonnenstrahl“ der tandem BQG

Bilder:

Bild 1: Von  links nach rechts: Dr. Christa D. Schäfer, DeGeDe Mark Rackles, Staatssekretär, Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Simone Schützmann, Schulleiterin Konrad-Agahd-Schule

Bild 2: Von links nach rechts: Hella Sobottka, Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Jury-Mitglied, Helga Neumann, Jury-Mitglied, Dr. Christa D. Schäfer, DeGeDe, Simone Schützmann, Schulleiterin, Mark Rackles, Staatssekretär, Kerstin Brade, Leiterin Schulstation, Barbara Deyerling, Lehrerin am Robert-Blum-Gymnasium und zwei Schüler*innen. Das Gymnasium bekam für sein Mentor*innenprogramm für geflüchtete Schüler*innen den silbernen Helga-Möricke-Preis.

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Circusklasse Mark Reckles im Gespräch mit den Schulsprechern Kerstin Brade, Leiterin der Schulstation, und Frau Lizewska, Schulstationhelferin Schulversammlung - alles sind aktiv dabei
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